Familie, Paarbeziehung, Trauma

Beziehung beginnt früher als angenommen

Die meisten haben es schon gehört oder in sich selbst erkannt: Beziehung beginnt in mir, beginnt mit der Beziehung, die ich zu mir selbst habe.

Doch was beeinflusst die Qualität der Beziehung, die ich zu mir selbst habe? Wie entsteht diese? Was spielt dabei eine Rolle?

Glaubenssätze zum Beispiel: über mich, andere und das Leben wie zum Beispiel ‚ich bin liebenswert‘, ‚traue keinem Fremden‘ oder ‚das Leben ist ungerecht‘ – Glaubenssätze wie diese spielen eine Rolle.

Oder Vorbilder: also das, was wir in unserer Familie, im Freundeskreis und in unserer (Sub-)Kultur an Beispielen vorfinden – auch diese Vorbilder prägen uns und unser Selbstbild.

Eine Schicht tiefer geschaut ist da noch so etwas wie Rollenverteilungen in der Familie, tradierte Normen und Werte. Aber auch – oftmals seit Generationen – ungelöste Konflikte, Schicksalsschläge, Familiengeheimnisse und unverarbeitete Traumata, wie zum Beispiel Kriegs- oder Fluchterfahrungen in früheren Generationen.

Das bisher Beschriebene findet als Erfahrung durch Umstände im Außen statt. Umstände, die natürlich eine Wirkung im Innen haben, ein Gefühl erzeugen, ein Selbstbild, ein Rückbezug auf das eigene So-Sein.

Was die Wissenschaft erst seit kurzem entdeckt ist, dass das Gefühl für das eigene SEIN bereits im Mutterleib beginnt. Dass die Beziehungsfähigkeit zu großen Teilen im letzten Trimester der Schwangerschaft geprägt wird. In dieser Zeit entwickeln sich entsprechende grundlegende Verbindungen im Gehirn.

Genauso das Gefühl von DASEINS-Berechtigung. Das Gefühl von ‚ich bin willkommen‘, ‚ich bin geliebt so wie ich bin‘ – also die absolute Grundlage dessen, wie wir in die Welt schauen und diese dann wahrnehmen – dieser lebensbestimmende Grundstein wird in der Schwangerschaft gelegt.

Für diese Information ist es gut, sich einen Augenblick Zeit zu nehmen:

Wie fühlt sich das an? Was heißt das praktisch? Kannst Du einen roten Faden entdecken, wenn Du zurück schaust in Deine bisher gelebten Jahre?

Dein Empfinden, wie sehr Deine Mutter in der Lage war, sich schon in der Schwangerschaft auf Dich zu beziehen, auf Dich zu freuen oder sich Zeit zu nehmen, hat noch heute eine Wirkung auf Dich. Diese ersten Eindrücke sind in die tiefsten Strukturen unseres Nervensystems buchstäblich eingebaut. Und das hing ab zum einen von ihren Lebensumständen und zum anderen von ihrer eigenen Fähigkeit zu lieben, zu empfangen, mitzufühlen, sich zu freuen etc. und von dem, was sie wiederum von ihrer Mutter bekommen hat.

Wir sehen, es ist ein ewiges Weitergeben von einer Generation zur nächsten und mit etwas Glück findet ein kleiner Schritt Entwicklung, Selbsterkenntnis und Frieden in der Zwischenzeit statt. Zum Wohl unserer selbst, dem der kommenden Generation und der vorangegangenen. Denn Frieden wirkt in alle Richtungen.

Uns dieser tiefen Schichten des eigenen Funktionierens bewusst zu werden und in kleinen Schritten freier zu werden, soll Teil des Angebots im BEZIEHUNGSRAUM sein, Teil dieses Blogs und Teil meiner Einzelstunden. Ein spannendes Thema mit viel Potential, überrascht zu werden! Kontaktiere mich gerne, wenn Du dazu Fragen hast.